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Über mich

   Ibrahim Özdiken - Abraham Leibdorn

Zwei Namen, zwei Sprachen, eine Bedeutung, eine Haltung.

Mein Name Ibrahim Özdiken heißt ins Deutsche übersetzt Abraham Leibdorn – und genau darin liegt für mich eine besondere Fügung. Während Ibrahim Özdiken meine Herkunft und persönliche Geschichte widerspiegelt, bringt Abraham Leibdorn mein pädagogisches und traumapädagogisches Selbstverständnis zum Ausdruck. „Abraham" steht für Weisheit und Schutz. „Leibdorn" verbindet zwei zentrale Aspekte meiner Arbeit: den Leib – den Körper als Speicher von Erfahrungen, insbesondere von Trauma – und den Dorn, der für Schmerz und Verletzung steht, aber ebenso für Wachstum, Widerstandskraft und Entwicklung. Diese Verbindung ist kein rein symbolischer Zufall, sondern beschreibt präzise den Kern meiner fachlichen Haltung: Traumapädagogik beginnt dort, wo seelische Erfahrungen im Körper ernst genommen werden. In diesem Sinne war mir mein heutiger Schwerpunkt – bewusst oder unbewusst – schon früh in die Wiege gelegt: durch die Bedeutung meines übersetzten Namens ebenso wie durch eigene, teils belastende Erfahrungen, die mein Verständnis für Verletzung und Heilung von Grund auf geprägt haben.

Wer ich bin

Ich bin Sozialpädagoge (B.A.) und arbeite freiberuflich. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt in der Jungenarbeit, insbesondere in den Bereichen Resozialisierung, Traumapädagogik und gewaltpräventive Arbeit. In meiner täglichen Praxis begleite ich Kinder und Jugendliche mit komplexen psychosozialen Belastungen und herausfordernden Lebensgeschichten – fachlich klar und mit einer stabilen, beziehungsorientierten Haltung.

Zur Vertiefung meiner Arbeit habe ich mich gezielt weiterqualifiziert und bin zertifizierter Traumapädagoge, Boxtherapeut sowie Fachberater für Mobbing. Diese Qualifikationen ermöglichen mir eine ganzheitliche, individuell angepasste Begleitung junger Menschen, die von Gewalt, Ausgrenzung, Bindungsabbrüchen oder anderen traumatischen Erfahrungen betroffen sind. Mein Ansatz ist ressourcenorientiert, stabilisierend und immer an der Lebenswelt der Jugendlichen ausgerichtet.

Ein besonderer Fokus meiner Arbeit liegt auf Jungen und jungen Männern. In diesem Feld sehe ich mich als ausgewiesenen Fachmann. Identitätsentwicklung, Emotionsregulation, Grenzsetzung, Selbstwirksamkeit und soziale Reintegration stehen dabei im Mittelpunkt. Gerade im Kontext von Resozialisierungsprozessen ist es mir wichtig, Jugendliche nicht defizitorientiert zu betrachten, sondern ihre biografischen Prägungen ernst zu nehmen und ihnen neue Erfahrungsräume zu eröffnen.

Mein beruflicher Werdegang ist bewusst vielfältig: Vor meinem Studium habe ich Ausbildungen zum Bürokaufmann und Industriemechaniker absolviert. Diese Erfahrungen außerhalb klassischer sozialpädagogischer Berufsfelder haben mein Verständnis für unterschiedliche Lebens- und Arbeitswelten nachhaltig geprägt und ermöglichen mir bis heute einen authentischen, glaubwürdigen Zugang zu Jugendlichen, die sich von traditionellen Hilfesystemen häufig nicht angesprochen fühlen.

Warum Boxen?

Ein zentrales Element meiner Arbeit ist die Verbindung von Traumapädagogik und Körperarbeit. Als aktiver Kampfsportler integriere ich boxtherapeutische Elemente gezielt in meine pädagogische Arbeit. Dabei geht es nicht um Kampf oder Leistungsdruck, sondern um die bewusste Arbeit mit dem eigenen Körper: das Wahrnehmen von Grenzen, das Regulieren von Emotionen, den Abbau innerer Anspannung und den Aufbau von Selbstvertrauen. Gerade für traumabelastete junge Menschen ist dieser Ansatz besonders wirksam, weil er dort ansetzt, wo Sprache allein oft nicht ausreicht – im Leib.

Im Boxring entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Körperspannung, Aggression, Angst und Kontrolle konkret erlebbar und damit bearbeitbar werden. Struktur, klare Regeln, Disziplin und der respektvolle Umgang miteinander – im Sparring wie im Training – schaffen einen Raum, in dem sich junge Menschen als selbstwirksam, gehalten und ernst genommen erfahren können.

"Bremer Jungenzentrum e.V." und "Traumapädagogische Privatpraxis Abraham Leibdorn" 

Aus der praktischen Arbeit heraus und aufgrund des wachsenden Bedarfs an spezialisierter Jungen- und Traumaarbeit habe ich 2023 den Verein „Bremer Jungenzentrum e.V." gegründet. Der Verein verfolgt das Ziel, bedarfsgerechte, lebensweltorientierte Angebote für Jungen und junge Männer zu schaffen, die auf Beziehung, Stabilität und Entwicklung ausgerichtet sind.

Darauf aufbauend habe ich 2025 die „Traumapädagogische Privatpraxis Abraham Leibdorn" eröffnet. Die Praxis versteht sich als Ergänzung zu bestehenden Hilfesystemen und bietet traumapädagogische Begleitung, Boxtherapie sowie individuelle Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – mit dem Ziel, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem nachhaltige Entwicklungsprozesse möglich werden.

Meine Haltung

Ich verstehe mich als Experte für die Verbindung von Traumapädagogik, Jungenarbeit und therapeutischem Boxen – ein Feld, in dem ich mir über Jahre fundierte Praxiserfahrung und fachliche Tiefe erarbeitet habe. Ausgangspunkt meiner Arbeit ist dabei eine klare Überzeugung: Jeder Mensch ist Experte über sich selbst. Diese Haltung bestimmt, wie ich arbeite – nicht über Menschen, sondern mit ihnen und für sie. Mir ist wichtig, jeden jungen Menschen dort abzuholen, wo er steht, ihm auf Augenhöhe zu begegnen und ihm einen Weg zu mehr Selbstvertrauen, Stabilität und Perspektive zu eröffnen. Diese Haltung gilt gleichermaßen für die Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Trägern und Familien: verlässlich, fachlich fundiert und mit dem klaren Ziel, tragfähige Lösungen für junge Menschen zu entwickeln.

Was meine Arbeit auszeichnet, ist die Verbindung von fachlicher Qualifikation, biografischer Erfahrung und einer klaren pädagogischen Haltung. Abseits meiner beruflichen Tätigkeit reise ich gern und beschäftige mich intensiv mit Sprachen und Kulturen – eine Offenheit, die auch meine Arbeit prägt: respektvoll, reflektiert und wertschätzend gegenüber der Vielfalt menschlicher Lebenswege.

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